Ende 1997 standen in Frielendorf die ersten Bürgermeister-Direktwahlen auf dem Programm. Der seit 25 Jahren amtierende Bürgermeister Weitzel hatte erklärt, dass er nicht mehr kandidiere und die SPD nominierte mit Birger Fey den 1. Beigeordneten der Gemeinde Frielendorf. Der CDU GV Frielendorf bildete mit der FWG einen gemeinsamen Wahlausschuss und führte mit diversen Kandidaten Gespräche — man fand aber keine gemeinsame Lösung. Da in den bisher aktiven Reihen unseres Gemeindeverbandes kein Kandidat zu finden war, entschied sich die CDU Frielendorf für den bis dahin noch unbekannten Neu-Frielendorfer Rainer Sander, der sich beworben hatte und den Wahlausschuss überzeugen konnte. Da auch die FWG mit Dietmar Dunkel und die REP mit Martina Völker eigene Kandidaten aufstellten, gingen in Frielendorf gleich vier Kandidaten ins Rennen. Wir alle wissen, wie es ausging. Birger Fey erreichte einen überragenden Wahlsieg, und die anderen drei Kandidaten nahmen sich gegenseitig die Stimmen weg und landeten mehr oder weniger unter ferner liefen. Es wurde deutlich, dass es Rainer Sander und der CDU Frielendorf nicht gelungen war, während des kurzen Wahlkampfes ihn bei der Bevölkerung in Frielendorf bekannt genug zu machen. Dies war wahrscheinlich auch gar nicht möglich. Trotzdem gilt Rainer Sander Dank und Respekt für einen guten Wahlkampf für die CDU. Dass sich die Wähler für Birger Fey, einen Mann, der seit vielen Jahren in Frielendorf bekannt ist und der die 800-Jahr-Feiern, bei denen er den erkrankten Bürgermeister. Weitzel vertrat, zur eigenen Profilierung gut nutzte, entschieden haben, ist eine demokratische Entscheidung, die es zu akzeptieren gilt. Rainer Sander hat sich danach weiterhin im Gemeindeverband engagiert — heute als stellvertretender Vorsitzender. |