Die nächsten Jahre waren von pragmatischer, kontinuierlicher Arbeit in unserer Gemeinde geprägt. Da die CDU die Bundestagswahlen gewann und in der Meinung der Bevölkerung zunehmend unter Druck geriet, machte sich der nun negative Bundestrend dramatisch bei der Kommunalwahl 1985 bemerkbar, bei der die CDU 11 Prozent auf 29,4 % verlor und von 13 auf 9 Sitze abfiel. Man könnte auch sagen, sie wurde auf "Normalmaß" zurückgestutzt. In der JHV vom 1.12.1985 teilte Vorsitzender Karl Haßenpflug den Mitgliedern mit, dass er aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidieren werde. Wilhelm Schäfer hatte sich bereiterklärt, für eine Übergangszeit von einer Wahlperiode — also zwei Jahren - als Vorsitzender zu agieren und wurde einstimmig gewählt. Zwei Jahre später, in der JHV vom 29.11.1987 gab Wilhelm Schäfer bekannt, dass er — wie angekündigt - nicht mehr zur Verfügung stehe. Der bisherige Stellvertreter, Reinhold Homberger, wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden des CDU-GV Frielendorf gewählt. Bei der Kommunalwahl 1989 wollte sich die CDU Frielendorf wieder verbessern, aber auch damals konnten wir gegen die negative Stimmung im Lande gegen die CDU nicht an. Man erinnere sich: 1989 hatte keiner mehr geglaubt, dass Helmut Kohl die Bundestagswahl 1990 noch gewinnen könne. Die CDU verlor 4,5 % und rutschte auf 24,9 % der Stimmen ab. Im der Gemeindevertretung ging ein Sitz verloren, so dass nun noch 8 Sitze gegen 23 Sitze der SPD übrig blieben. |